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Wie die Bibel zu uns kam

 

Wie die Bibel zu uns kam

 

 

Der Großvater meiner Frau Traci, Frank Redstone, war der Sohn des letzten Häuptlings der Assiniboine, Chief Redstone. Sie gehören zum Clan der Assiniboine, auch bekannt als die „Wadopana" oder auch „Kanu Paddler".

Der Clanname ist zurückzuführen auf die mündliche Überlieferung der Assiniboine Krieger, die in ihren Rundbooten aus Tierhäuten zu einer weiten Seereise aufbrachen.

 

Eines Tages hatte der Medizinmann eine Vision, in der ihm der"Große Seiende" erschien und ihn anwies eine lange Reise zu einem anderen Volk zu unternehmen. Er und die jungen Krieger, die er ausgewählt hatte, mußten sich in ihren Booten Seeungeheuern und anderen Widrigkeiten stellen. Ausruhen konnten sie auf kleinen Inseln, die über das ganze Meer verstreut waren. Nach vielen Monaten kamen sie an ein Ufer und erblickten  behaarte Menschen, die ihnen fremd waren. In der Nacht sprach abermals der „Große Seiende" zum Medizinmann und sagte: "Ihr seid am Ziel eurer Reise angekommen. Die Menschen, die ihr seht werden euch nichts Schlimmes antun, sondern euch einen neuen Weg zeigen."

 

Nach vielen Monaten kamen die Reisenden zurück in ihre Heimat, konnten aber niemanden entdecken. Ihre Leute wähnten sie längst tot und meinten nun Geister zu sehen. Endlich wagte sich ein Anführer vor und erkannte seine geliebten Freunde. Der Medizinman hub an und sagte: „ Ich bin es und meine vier jungen Männer, wir haben gute Nachricht mitgebracht und Freunde, die uns einen neuen Weg lehren werden."

 

Diese Art von Erzählungen sind verbreitet unter den Natives. Lange bevor die Weißen nach Amerika kamen, empfingen indianische Medizinmänner und Älteste des Volkes Träume und Visionen über die Ankunft einer anderen Rasse, die kommen würde. Viele der Visionen handelten von dem Buch mit den vielen Blättern, der Bibel, während andere von Heiligen Männern sprachen, die lehren würden, wie man dem Schöpfer noch besser dienen könne. Die Herzen der Indianer waren vorbereitet, um die Botschaft von Gottes Sohn zu empfangen und die Gute Botschaft zu hören.

 

Besonders stark war der Einfluß dieser prophetischen Visionen unter  den Plateau - Indianern im Nordwesten Amerikas.

Viele dieser Stämme, wie die Spokane, Nez Perce und Salish sehnten die Erfüllung dieser Prophetien so stark herbei, dass sie Delegationen aussandten, um die Bibel und Missionare zu sich zu holen.

Ein Prophet der Spokane mit Namen Siimxnotylmilakobok empfing die meisten dieser frühen Offenbarungen; das Buch aus dem Himmel und die Lehre die es enthielt, bildete das Zentrum dieser Visionen.

Ein Prophet der Pondera, Shining Shirt, hatte Visionen in denen er „Black Robes", (Schwarzröcke) sah, die den richtigen Weg lehren würden.

Es waren diese Art von Visionen, die die Erwartungen der westlichen Stämme auslösten.

 

1831 machte sich eine Delegation von Kriegern der Nez Perce auf den Weg, um das „Himmlische Buch" zu suchen. Zwei von ihnen wurden von feindlichen Indianern getötet, vier von ihnen erreichten St. Louis und forschten dort nach der Bibel. Da die Verständigung schwierig war, brachte man sie zu dem Forschungsreisenden Captain William Clark, von der Lewis und Clark Expedition.  Diese Forschergruppe war von den Nez Perce nicht nur vor dem sicheren Hungertod bewahrt worden, sondern wurde durch diesen Stamm auch auf ihrer Reise beschüzt. Sie versicherten den Indianern, dass nach ihnen Männer mit der Bibel in das Land kommen würden.

Die indianische Delegation wurde zur Katholischen Kirche gebracht, welche aber dem Wunsch der Indianer nach einer Bibel und nach Missionaren

nicht nachkam.

 

Im Laufe des Winters starben zwei weitere Indianer in St.Louis und so war es an den beiden verbleibenden Kriegern, ihrem Stamm die traurige Botschaft zu überbringen. Captain William Clark berichtete, dass die indianischen Abgesandten die Bibel und Missionare erbeten hatten, damit ihre Stämme den neuen Weg erlernen könnten. Zum Abschied sagten sie:

 

Von dort, wo die Sonne untergeht, kamen wir zu euch nach langer Reise.

Ihr seid Freunde unserer Väter gewesen, die nun im Jenseits weilen.

Wir kamen zu euch mit wenig Erkenntnis, halb geschlossenen Augen, um  für unsere Stämme, die in Dunkelheit leben, das Licht zu suchen.

Nun gehen wir blind zurück, ohne jegliche Sicht. Wir kamen mit Kraft und starken Armen, überwanden Feinde und unwegsames Land, um mit guter Nachricht zu unserem Volk zurückzukehren. Aber gebrochen und mit leeren Händen werden wir nun vor ihnen stehen. Unsere Stämme sandten uns, um das „Buch aus den Himmeln" von den Weißen zu holen. Ihr aber brachtet uns zu Orten, wo Gott mit Kerzen angebetet wird, das Buch aber war nicht unter euch. Trauer ist unser Begleiter auf dem langen Weg nach Hause.

Wenn wir dann, nachdem ein  weiterer Winter vorübergegangen ist, in der großen Ratsversammlung unserem Volk erzählen werden, dass wir mit leeren Händen gekommen sind, wird Totenstille herrschen. Einer nach dem anderen wird sich wortlos erheben und die Versammlung verlassen.

Unser Volk wird in Dunkelheit sterben und den Weg zu den anderen Jagdgründen gehen. Kein weißer Mann wird uns begleiten und das himmlische Buch wird den Weg dorthin nicht ebnen. Uns fehlen die Worte."

 

Die auf der Homepage abgebildete Bibel ist eine Original St. Louis Bibel von 1832. Die Geschichte darüber, wie diese Bibel im Sommer 2001 zu uns kam beschreibt, wie Gott auf übernatürliche Weise seine Versprechen einlöst.

 

1999 hatte ich eine Vision, die mich veranlaßte ein Campmeeting auf dem Agnes von der Berg - Campingplatz auf der Flathead Reservation abzuhalten.

Diese Vision wurde von drei Brüdern, die mich besuchten, bestätigt. Sinn des Camps war, gemeinsam mit indianischen Leitern darüber zu beraten, wie wir unsere eigenen Leute auf den Reservationen am besten mit dem Evangelium von Jesus Christus erreichen könnten.

 

Im Juli 2001 stellten wir an diesem traditionellen Ort ein Evangelisationszelt auf. Es war das erste Mal, dass eine christliche Versammlung auf diesem                                                                                                         

Platz, auf dem Stammesmitglieder mehrmals im Jahr „Jump Dances" und heilige Zeremonien abhielten, durchgeführt wurde. Die bedrohliche                                                                                                     

Gegenwart böser Geister und geistlicher Festungen war deutlich spürbar.

 

Wir begannen für das Land zu beten und als wir über einer Schwitzhütte beteten, sprang die häßlichste Kröte heraus, die ich jemals gesehen habe.

Dieses war der Beginn vieler geistlicher Kampfeinsätze, die wir an diesem Ort durchführten.

 

Wir hatten gerade unser Kochzelt aufgestellt, als ein blauer Ford Pick Up, beladen mit Zeltphählen, vorfuhr. Ein Mann in Bergsteigerkluft sprang heraus und kam freundlich grüßend auf uns zu. Er sagte: „Der Heilige Geist schickt mich auf diesen Campingplatz" und er fragte, ob er bleiben könne.

Wenn der Heilige Geist dich schickt bist du willkommen", gab ich zurück.

Während wir uns unterhielten bemerkte ich eine mit Fransen geschmückte Ledertasche an seinem Gürtel. Ich bekundete mein Interesse und er erwiederte, „ Dieses ist eine sogenannte St. Louis Bibel von 1832."

Diese Antwort elektrisierte und erstaunte mich gleichermaßen! Ich fragte ihn, "Kennst du die Geschichte von den Indianern, die 1832 in St. Louis waren, um nach der Bibel zu suchen?" Er entgegnete, dass ihm Genaues nicht bekannt sei, er aber von Indianern, die auf der Suche danach gewesen seien, gehört habe. Des weiteren erzählte er, dass er die Reisen von Bruder DeSmet zu den Indianern zurückverfolgt hätte, einem katholischen Apostel, der unter den Indianern arbeitete.

Ich erzählte ihm die Geschichte vom „ Himmlischen Buch" und wie die Indianer zerbrochenen Herzens und mit leeren Händen den Heimweg angetreten hatten.

Auch erklärte ich, dass der Campingplatz, auf dem wir uns befanden das traditionelle Land der Salish ist und dass dieser Stamm , gemeinsam mit den Nez Perce, die auch an unserem  Camp teilnahmen, verzweifelt in St. Louis um die Bibel und um Missionare gebeten hatten.

 

Ich fragte: „ Warum kommt wohl eine St. Louis Bibel von 1832 auf das Land der Native Americans, die vor über 160 Jahren nach diesem Buch forschten?"

Da fiel der Heilige Geist auf alle Anwesenden und Bruder Jeff Sindelar fiel auf seine Knie und sagte unter Tränen,"Bruder, ich glaube Gott möchte,                                                                                                          

dass ich dir diese Bibel gebe."

Dazu muß man wissen, dass sich diese Bibel seit über hundert Jahren im Besitz seiner Familie befand. Seine Vorfahren siedelten zu Beginn des

19. Jhdts in St. Louis und diese Bibel gehörte zum Wertvollsten, das sie besaßen. Zu dem Zeitpunkt, als die indianische Delegation in St. Louis auf der Suche nach einer Bibel war, befand sich dort dieses Exemplar.

Die Tatsache, dass Bruder Jeff mir die Bibel gab, zeugte von großer Opferbereitschaft und von Gehorsam gegenüber der Führung des Heiligen Geistes.

 

Ich fragte den Herrn, „Warum gibst du sie mir?" Für mich birgt der Erhalt speziell dieses „Himmlischen Buches"  eine Prophetie Gottes:

 

„Er hat die Native Americans nicht vergessen." 

 

Auch noch nach 167 Jahren beantwortet er den Schrei der Ureinwohner Amerikas. Er erinnert uns daran, dass der Auftrag, den Indianern  das Evangelium zu bringen, niemals ausreichend ausgeführt und somit dem Ruf Gottes nicht nachgekommen worden war.

 

Während dieses Campmeetings erschienen uns mehrmals Engel. Das Besondere an ihnen war, dass sie traditionelle indianische Kleidung trugen und auf indianischen Ponnies ritten. Als unsere Versammlungen auf ihrem Höhepunkt war, gallopierten diese Engel wie Wirbelwinde um das Zelt.

Am letzten Tag unseres Treffens gab der Herr uns den Auftrag, diese Engel zurück zu ihren Reservationen zu schicken, um dort Erweckung vorzubereiten.

 

Ich bin eine Stimme in der Wüste, die ruft, um die Kirche Amerikas dazu zu bewegen ihrer ursprünglichen Mission nachzukommen.

Nun ist es an der Kirche Amerikas auf Gottes Ruf zu antworten und die Mission, zu der Gott sie berufen hat, auszuführen.

Warum sollte Gott uns einen anderen missionarischen Auftrag geben, wenn noch nicht einmal der erste ausgeführt wurde?